STROM SELBST MACHEN UND SELBST NUTZEN!
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- Argumente für PV:

  • Die Kunden-Akzeptanz ist beachtlich:
    Laut Umfrage VDEW (Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke) "bezeichnen 92 % der Deutschen Sonnenenergie als ihre Wunschenergie".

    Die Umfrage des Düsseldorfer IHRES-Institutes ergab: Regenerative Energien liegen auf der "Faszinationsskala" von 0-10 mit einem Wert von 5,0 vor Formel-1-Rennen mit 3,7 und der Fußball-Bundesliga mit 3,3.

    Das Meinungsforschungsinstitut Emnid stellte fest, dass 85 % der Deutschen die Förderung der Erneuerbaren Energien befürworten (Greenpeace-Magazin, 05/2004).

    Knapp 3.000 Bundesbürger wurden durch das Forsa-Institut befragt und ¾ der Personen wünschten sich mittelfristig die komplette Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien.

    Die Forsa-Umfrage zur Akzeptanz der Erneuerbaren Energien belegt, dass 80% der Deutschen den Strom am liebsten aus Erneuerbaren Energien beziehen wollen.


  • Täglich liefert die Sonne ca. 15.000 mal mehr Energie, als die Welt benötigt; kostenlos: Die Sonne schickt keine Rechnung!

  • Die Nutzung Erneuerbarer Energien schafft in erheblichem Maß Unabhängigkeit von Steigerungen der Energiepreise. Versorgungsspitzen und -schwankungen der Stromproduktion der Energieversorgungsunternehmen werden bei "Emergency- oder Hybrid-Systemen mit Speicheranlagen im Inselbetrieb" gedämpft. Solarstrom wird gerade in Bedarfsspitzenzeiten (mittags und im Sommer) produziert und ergänzt sich gut mit z.B. Windkraft-Strom (Spitzenwerte im Winter).

    Photovoltaik-Strom ist unsere "heimische Energie" und macht uns unabhängiger von Energie-Importen.

  • Der Umwelt werden Millionen Tonnen CO2 und andere Schadstoffe erspart, das Klima wird verbessert, die Erderwärmung mit ihren Wetter-Katastrophen wird verringert und die primären Energieträger Öl, Gas und Kohle werden geschont.

    Öl ist noch ca. 50-60 Jahre verfügbar und sollte der Chemie und Pharmazie anstelle der Energiewirtschaft zur Verfügung stehen.

    Eine PV-Anlage mit 1 kW erspart der Umwelt 700 Kg CO2 im Jahr; bei einer privaten Anlage mit 5 kW sind das 3.500 Kg, bei gewerblichen Anlagen mit 50 kW ca. 35.000 Kg!

  • Das "zukunfts- und umweltorientierte, verantwortungsbewußte Verhalten des Nutzers" verbessert sein Image und verschafft ihm ein gutes Gewissen und Lebensgefühl.

  • Photovoltaikanlagen erfordern keine Baugenehmigungen (nur bei denkmalgeschützten Objekten). Frühzeitige Meldung der PV-Einspeisung an das EVU genügt.

  • Die Energieerzeugung mittels Photovoltaik geschieht in den Modulen ohne bewegliche Teile und daher geräuschlos, ohne Abrieb / Abnutzung und Wartung. Es findet keinerlei Schadstoff-Emission statt.

  • Photovoltaikgeneratoren werden überwiegend auf Dächern installiert und haben keinen zusätzlichen Flächen- / Landschaftsbedarf.

  • Es gibt diverse Versicherungen im Bereich Haftpflicht, Erträge, Elementarschäden und Betriebsunterbrechung / Stromertragsausfall. Lange Garantien der Hersteller (bis zu 25 Jahre lineare Leistungsgarantien) schaffen Planungssicherheit.

  • Der photovoltaische Effekt wurde 1839 erkannt, seit über 60 Jahren wird die Technik genutzt (Weltraumtechnik), seit dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) vom April 2000 werden PV-Anlagen in großen Stückzahlen vermarktet. Die Technologie ist daher ausgereift und nahezu optimiert.

  • Die Energiebilanz von Modulen ist hervorragend: Nach etwa 2-3 Jahren ist die zur Herstellung benötigte Energie durch das Modul reproduziert; die wesentlichen Bestandteile (Silizium, Glas, Aluminium) lassen sich gut recyclen. Silizium (Quarzsand) ist in unbegrenzten Mengen verfügbar. PV-Module sind langlebig (ca. 40 Jahre).

  • Es gibt hervorragende Licht-, Sonnen- und Witterungsverhältnisse für Photovoltaik in Mitteleuropa.

  • Photovoltaik verursacht keine Folgekosten wie die fossilen Energieträger durch z.B. Luftschadstoffe CO2, Schwefeldioxid, Stickoxid, Feinstaub (Krankheitsfolgen, Gebäudeschäden, Lebensmittelschäden etc.), oder die atomare Energie (Aufbereitung und Entsorgung, Endlagerung von Brennelementen, Transport- und Sicherungskosten (Polizei) von Brennstäben; Abriß und Entsorgung von Atomkraftwerken usw.).

  • Photovoltaik als "inländische Energiequelle" macht unabhängiger von Öl-, Gas- und Kohleimporten.

  • Solarstrom ist deutlich billiger als konventioneller Strom: Die Erzeugungskosten photovoltaischen Stromes liegen bei Anlagen, die mit "normalem rechnischem Aufwand" gebaut wurden bei ca. 7 bis 12 Cent pro erzeugter kW-Stunde.

  • Und: Photovoltaik rechnet sich, hat exzellente Renditen und ermöglicht eine mindestens 25%-ige Unabhängigkeit von der dramatischen Entwicklung der Strompreise. Speichersysteme erhöhen die Unabhänigigkeit um bis zu ca. 60-70%. Damit kann bei optimaler Konstellation zwischen Strombedarf und eigener Stromproduktion ein Autarkiegrad gegenüber dem Stromanbieter von bis zu 80% erreicht werden.
  • Sonnenstrom kennt keine Folgekosten für die Volkswirtschaft durch Luftschadstoffe, wie CO2, Schwefeldioxid, Stickoxid und Feinstaub aus konventionellen Kraftwerken (Krankheitsfolgen, Gebäudeschäden, Lebensmittelschäden etc.), oder durch Aufbereitung und Entsorgung von atomaren Brennstäben und deren Transport- und Polizeikosten.

  • Die Novelle des EEG sieht die Entlastung stromintensiver Unternehmen vor. Das betrifft auch Stahlproduzenten. Industriebetriebe ab einem Stromverbrauch von jetzt 10 statt früher 100 Gigawattstunden werden von der Ökostrom-Umlage befreit. Das zweite Härtefallkriterium, der Anteil der Stromkosten an der Bruttowertschöpfung, wurde mit einer deutlichen Senkung gelockert.

  • Die enorme wirtschaftliche Bedeutung der PV-Branche sorgt dafür, dass Photovoltaik in seiner Verbreitung nicht gestoppt werden wird.

  • Ferner ist eine Photovoltaikanlage die Voraussetzung, um privat Elektromobilität sinnvoll nutzen zu können.


- Marktentwicklung:

Der photovoltaische Effekt wurde bereits 1839 von dem französischen Physiker A. E. Becquerel entdeckt und nach Entwicklung der Solarzelle ab 1954 genutzt. Photovoltaik wurde die Energiequelle der Weltraum- und Satellitentechnik und blieb jedoch aufgrund ungenügender Wirtschaftlichkeit eher ein Hobby von Physiklehrern und Öko-Freaks.

Das änderte sich drastisch als nach bescheidenen Förderprogrammen das EEG (Erneuerbare-Energie-Gesetz) zum 01. April 2000 verabschiedet wurde. Es verpflichtet die Energieversorgungsunternehmen (EVU) u.a. zur Abnahme des "selbstproduzierten" Stromes und sieht dabei eine hohe Einspeisevergütung vor.

Das Ganze wurde bis Mitte 2003 unterstützt durch das "100.000-Dächer-Programm" mit günstigen Finanzierungen durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und innerhalb von etwas mehr als 3 Jahren wurden etwa 65.000 PV-Anlagen in Deutschland mit einer Leistung von 350 Megawatt installiert. Ab Ende 2003 galten neue, weit höhere Einspeisevergütungen, die zu einer explosionsartigen Entwicklung des PV-Marktes führten. Es ergaben sich enorme Wachstumsraten:

Installierte Leistung in Deutschland:

2017 ca. 70 GWpeak

Mittlerweile sind in Deutschland etwa 2.000.000 PV-Anlagen in Betrieb. Einschließlich der Solarthermie-Anlagen sind insgesamt ca. 2.500.000 Solaranlagen in Deutschland installiert.

Bei 27 Mio. Dächern sind die Einsatzmöglichkeiten von Solaranlagen in Deutschland praktisch unbegrenzt.

Die Regenerativen Energien insgesamt bieten heute ca. 250.000 Arbeitsplätze in Deutschland, also mehr als Kohlenbergbau und Kernkraftwerke zusammen.

Laut einer Studie von "Greenpeace" und dem "Europäischen Industrieverband für Photovoltaik (EPIA)" können in 2020 mehr als 1 Milliarde Menschen mit Solarstrom versorgt werden. Das würde weltweit etwa 2 Mio. Arbeitsplätze bedeuten.

Auch in den letzten Monaten sind zahlreiche PV-Großanlagen gebaut worden. Bei Freiflächenanlagen sind Größen von 1 bis 6 Megawatt üblich. Im "Bavaria-Solarpark", Mühlhausen (Bayern) wurden insgesamt mehr als 10 Megawatt mit 60.000 Modulen und einer Investition von 50 Mio. Euro errichtet, der Reifenhersteller "Michelin" realisierte auf den Dächern seiner Standorte Homburg, Bad Kreuznach, Landau und Bamberg PV-Anlagen mit insgesamt 10 Megawatt und die größte Dach-PV-Anlage der Welt steht mit 5 Megawatt in Bürstadt.

Länder wie Frankreich, Spanien, Griechenland, Portugal, Holland, Italien, Österreich und Japan orientieren sich an dem deutschen Konzept des "Erneuerbare-Energie-Gesetzes". In Spanien ist es ab 2005 Pflicht, auf die Dächer von Neubauten Solaranlagen zu bauen.

Der "Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)" prognostiziert ab ca. 2030-2035 die Steigerung des Anteiles solaren Stromes an der weltweiten Energieversorgung auf 60%.

Derzeitig sind auf der Welt etwa 120 Gigawattpeak Solarstromleistung errichtet.