STROM SELBST MACHEN UND SELBST NUTZEN!
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- PV-Komponenten:

Die PV-Anlagen können für die direkte Einspeisung in das öffentliche Netz / das Netz des Energieversorgungsunternehmens ("Netzeinspeiseanlagen") oder zur Einspeisung direkt in Stromverbraucher (Wasserpumpen, Klimaanlagen, Lichtquellen etc.) bzw. Akkumulatoren ("Inselanlagen") genutzt werden. Auch kann der PV-Strom direkt selbst verbraucht werden.
Der Anteil des selbst genutzten Stromes wird durch die Nutzung von Speichern deutlich höher.

Zur Optimierung des Eigenstromverbrauchs werden spezielle Lösungen mit Haussteueranlagen und Speichern angeboten. Für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit dieser Systeme werden Angaben zum Stromverbrauch und Strompreis benötigt.

Auch in Europa sind wegen der hohen Einspeisevergütungen die Netzeinspeiseanlagen mit Wechselrichtern das Übliche, in Entwicklungsländern oder im Gebirge gibt es aufgrund fehlender Elektro-Infrastruktur seit Jahrzehnten die Inselanlagen mit Ladereglern. Inselanlagen mit Gleichspannung von 12 Volt (teilweise auch mit 24 oder 48 Volt) sind ferner die Stromquelle für Parkscheinautomaten, Notrufsäulen, Autobahn-Überwachungseinrichtungen, Beleuchtungsquellen usw..

PV-Anlagen bestehen üblicherweise aus Modulen, Wechselrichtern (für kleinere Anlagen: "String-Wechselrichter", für größere Anlagen: "Zentralwechselrichter"), Gestellen (für Satteldächer oder Flachdächer), Kabeln und Kleinteilen und ggf. aus Ladereglern und Stromspeichern.

In der Regel sind die Wechselrichter als elektronische Bauteile, die tagsüber permanent arbeiten und aus dem Gleichstrom der Module den einspeisefähigen Wechselstrom machen, das schwächste Glied der PV-Anlagen.

Zum Betrieb der Anlage (Abrechnung der Einspeisevergütung) gehört ferner ein zusätzlicher Stromzähler, der in der Regel als digitaler Zwei-Richtungs-Zähler anstelle des vorhandenen Zählers in den Zählerschrank gesetzt wird.


- Anlagenqualitäten:

Marken-Module, beispielsweise von IBC oder Heckert, gibt es in Leistungsgrößen von 250 W bis 330 W.

Module unterscheidet man in monokristalline und poly- oder multikristalline Silizium-Module sowie Dünnschicht-Module. Dünnschicht-Module haben derzeitig nurnoch einen Marktanteil von unter 3%.

Monokristalline Module mit dem höchsten Wirkungsgrad wurden bei Schott + Siemens bereits vor über 60 Jahren hergestellt, kostengünstige polykristalline Module mit etwas geringerem Wirkungsgrad werden seit mehr als 35 Jahren weltweit verkauft.

Die Marken-Produktionen sind ISO 9001 zertifiziert und die Module haben alle bedeutenden Zertifikate wie IEC 61215, CE und TÜV-Schutzklasse II.

Marken-Module haben eine Leistungsgarantie von 25 Jahren, das heißt, dass in einem bestimmten Zeitraum die Module noch gewisse Mindestleistungen zu erbringen haben. Ist das nicht der Fall, regeln individuelle Hersteller-Richtlinien den Schadensersatz. Die Garantien / Gewährleistungen laut BGB gelten parallel.

Die Garantien der Produzenten von Wechselrichtern und Gestellen liegen in der Regel bei 10 Jahren (teilweise nur bei Abschluß eines prämienbelasteten Servicevertrages).

Große Wechselrichter ab 20 kVA haben bei Abschluß eines Wartungsvertrages bis zu 20 Jahre Garantie.

Kleine Wechselrichter ("String-Wechselrichter") werden bei Defekt innerhalb ca. 48 Stunden vom Lieferanten ausgetauscht.

Für PV-Anlagen können Allgefahren-Solarversicherungen gegen Vandalismus, Stromertragsausfall und Unwetter abgeschlossen werden.

Die Module haben ein bis zu 4 mm starkes schlagfestes und hochtransparentes Glas, das wenig Eisenanteile hat und Hageltests standhalten können muß.

Die Modul-Abnutzung ist äußerst gering, da in den Modulen kein mechanischer Abrieb geschieht. Die Leistungsminderung (Degradation) heutiger Qualitäts-Module liegt nach wissenschaftlichen Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts bei max. 2% innerhalb von 20 Jahren.

Qualitäts-Dachgestelle aus Edelstahl und Aluminium sind fast unvergänglich und haben eine für die Versicherung wichtige Statik.
Unsere Gestelle von "Renusol" und "Schletter" verfügen über die "Bauaufsichtliche Zulassung"!

Spezielle Solarkabel sind über Jahrzehnte Temperatur- und UV-beständig.

Wind und Regen säubern die Module, auf denen sich aufgrund ihres Neigungswinkels und der leichten Oberflächenwärme zumindest in Norddeutschland kaum Schnee oder Eis festsetzen kann.

Auch bei Photovoltaikanlagen gibt es große Qualitätsunterschiede. Aufgrund der geplanten langen Lebensdauer einer Photovoltaikanlage von 30 bis zu 40 Jahren muß daher auf beste Qualität Wert gelegt werden. Nur dann ist ein langjähriger hoher Stromertrag mit guter Wirtschaftlichkeit möglich und nur dann ist die Wahrscheinlichkeit von Reklamationsfällen gering.

Eine Überprüfung aller Komponenten sowie der Elektrischen Verschaltung der Anlage empfiehlt sich einmal im Jahr. Hierdurch kann sehr früh auf Veränderungen im Haltesystem der Unterkonstruktion oder auf eventuell auftretende Schäden durch Witterungseinflüsse oder evtl. Marderbiss reagiert werden und so Anlagenausfälle vermieden werden.