STROM SELBST MACHEN UND SELBST NUTZEN!
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A) Gute Qualität ist wichtiger als ein billiger Preis

B) Deutsche Hersteller bieten Vorteile gegenüber asiatischen Herstellern

A) "Geiz ist geil"

Wer mit der Einstellung gemäß des Werbe-Slogans „Geiz ist geil!“ an den Kauf einer Photovoltaikanlage herangeht, geht ein hohes Risiko ein:

Das, was vielleicht für den Kauf einer Kaffeemaschine gilt, gilt in keinem Fall für ein Investitionsgut, das etwa 35 Jahre ohne Garantiefall funktionieren und hohe Erträge erwirtschaften soll, nämlich für z.B. eine Photovoltaikanlage!

Bei der kommt es darauf an, dass sie mit einer langen Lebensdauer und wenig Degradation („Leistungsverlust“) möglichst störungsfrei viel Strom produziert und dass bei einem möglichen Garantiefall der Hersteller nach deutschem Recht in Anspruch genommen werden kann.

So bringt beispielsweise ein geringerer Materialpreis von 200.- € pro 1 kW für Module, Wechselrichter, Gestell und Kabel verteilt auf 35 Jahre (ohne Zins und Zinseszins) eine jährliche Ersparnis von nur 5,72 € pro 1 kW; dafür erhält man aber PV-Produkte, die qualitativ schlechter sind, ein höheres Garantierisiko und in jedem Fall einen geringeren jährlichen Stromertrag von weit mehr als 5,72 € pro 1 kW haben.

Achten Sie darauf, dass die PV-Module die vorgeschriebenen Normen / Zertifizierungen
(z.B. IEC 61215 und 61730 vom TÜV Rheinland), die Zeichen „VDE“ (Verband der Elektrotechnik: Technische Sicherheit) und „CE“ (Übereinstimmung mit EU-Richtlinien) erfüllen, daß die Module lange Leistungsgarantien (Mindestens 25 Jahre) und lange Produktgarantien (mindestens 15 Jahre) haben, dass die Leistungstoleranzen nicht im Minusbereich sind und Sie Flashlisten erhalten, die genaue Leistungsdaten pro Modul angeben. Achten Sie ferner darauf, dass bei den Gestellen z.B. eine „Bauaufsichtliche Zulassung“ und bei Wechselrichtern mindestens die Schutzklasse „IP 54“ geboten wird.

Zu diesen Punkten senden wir Ihnen mit unseren Angeboten „CHECKLISTEN“ zu, die einen direkten Vergleich verschiedener Anbieter und Anlagen erleichtern.


B) „Made in Germany“:

Die Fertigung deutscher PV-Module erfolgt bei den meisten Fertigungsschritten maschinell, also per Roboter / Computer auf modernen vollautomatisierten Fertigungsanlagen, gleiche Qualität eines jeden PV-Modules wird somit gewährleistet.
Im Vergleich dazu werden beispielsweise in der Modulproduktion bei den meisten der etwa 400 asiatischen Hersteller die Verbindung / Verlötung der einzelnen Solarzellen untereinander immer noch mit einem Lötkolben per Hand von zahllosen Facharbeiterinnen geschaffen, natürlich mit dem Risiko von Abweichungen bei den Lötstellen und der Folge von fehlerhaften Lötverbindungen. Mögliche „Hotspots“ an diesen Stellen können zum Totalausfall der Stromproduktion des PV-Modules führen.

Aber auch der Kauf von PV-Modulen bei den ca. 10 weltbekannten, sehr großen und qualitativ guten chinesischen Modulherstellern birgt natürlich ein Risiko immer in sich, nämlich das der Garantieabwicklung: Haben Ihre chinesischen PV-Module nach z.B. 8 Jahren Qualitätsprobleme und Ihr deutscher Solarteur, bei dem Sie gekauft haben, ist nicht mehr am Markt (= “pleite“), müssen Sie die Produkthaftung des Herstellers am Sitz des Herstellers (also z.B. in China) geltend machen und nach dort geltendem Recht einklagen; vergessen Sie dabei nicht Ihre Glückskekse!


Sie sollten also darauf achten, dass die PV-Produkte von einem möglichst großen Hersteller aus Deutschland, der vermutlich auch noch in vielen Jahren am Markt ist und Ihnen werthaltige Garantien geben kann, stammen. Erfahrungsgemäß wird sich Ihr Bankdirektor vor seiner Entscheidung zu Ihrem Kreditantrag darüber freuen.

Die Freude über eine ertragreich und zuverlässig arbeitende Anlage hält länger als die Freude über einen billigen Preis.

Frank A. Becker
BS-SONNENBAU GMBH